Flöten und Metal-Röhren - WN 28.09.2010 (Metal Konzert)

Veröffentlicht in 2010

"Draupnir" repräsentierte den Stil "Pagan-Metal" im Bahnhof Wolbeck

Westfälische Nachrichten 28.09.2010 (-anh-)

Pagan-Metal ? Die Richtung ist selten in der Heavy-Metal-Szene, und wird vom "Mainstream" mitunter kritisch beäugt. Das meint jedenfalls der Drummer der Band "Draupnir" aus Münster, einer der wenigen Pagan-Metal-Gruppen im Münsterland. Die Sieben von Draupnir traten neben "Freygeist" (Dülmen) und "Invictum" (Münster) zwei weiteren Bands der härteren Gangart, im "Bahnhof Wolbeck" auf. "Pagan" - sieht schon anders aus: Viel Schwarz, der Sänger mit langem, derbem Rock, die Flötistin im Spitzenkleid. Katharina Salo setzte mit der Blockflöte musikalische Akzente. Lange Löwenmähnen tragen die meisten. Weitere Requisiten: Mönchskutte, eine Krawatte und das Trinkhorn von Gitarrist Daniel Lipsdorf. Das Outfit kommt nicht von ungefähr: Pagans bewegen sich in der Welt der Elfen und des großen Sachsen Widukind. Mehrere Band-Mitglieder schreiben Texte, besonders poetisch ausgefeilt sind die von Katharina Salo. Die Band wolle noch mehr in die Mythen jener Zeit eindringen, sagt Brämer. Er befasst sich auch mit mehreren Instrumenten, vom Klavier über die Mundharmonika bis zum Dudelsack. Der Saal im Bahnhof war nicht mehr ganz so voll, zwei Dutzend lauschten noch-und die gingen bald kräftig eine gute Stunde lang mit. Ein halbes Dutzend Auftritte haben die modernen und kreativen Liebhaber des Mittelalters hinter sich.