Im Bahnhof Wolbeck werden bald die alten Wände fallen

Veröffentlicht in 1994

Münstersche Zeitung

 

Das Café des beliebten Jugendtreffs soll ausgebaut werden

Im Bahnhof Wolbeck werden bald die alten Wände fallen

BSC. Wolbeck. Wenn demnächst große Container vor dem Bahnhof Wolbeck postiert werden, brauchen die Wolbecker keine Angst um ihr Jugendzentrum zu haben: Es steht kein Abriß des alten Gebäudes bevor, sondern ein Umbau des Cafés im ersten Stockwerk (die MZ berichtete).

Bisher war der beliebte Treffpunkt eher unübersichtlich aufgeteilt. Zwei Gruppenräume und die Küche waren jeweils in getrennten Räumen untergebracht. Dazwischen "klemmte" das Büro, keineswegs ideal für ein geselliges Zusammensein.

Nach den Plänen der beiden Sozialarbeiter Johannes Wüstefeld-Beermann und Manfred Schoppmeier soll nun ein offener Bereich direkt im Anschluß an die Treppe zum ersten Stock entstehen. "Wir haben bei Nachfragen an den Architekten festgestellt, daß wir keine tragenden Wände im ersten Stock haben. Durch große Holzbalken, die über die gesamte Fläche gehen, können wir die Wände herausreißen, ohne einen Einsturz zu riskieren", erklärte Wüstefeld-Beermann.

Die dazu notwendigen Arbeiten und das Material stellt der Trägerverein vollständig in Eigenleistung zur Verfügung. Mit der Hilfe des Zivildienstleistenden und der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter soll der Umbau bis zum Frühjahr bewerkstelligt werden. Als vorbereitende Maßnahmen werden zur Zeit erst einmal das Büro und der Werkraum in die beiden hinteren Räume verlegt.

Wenn dann innerhalb von einer Woche der Presslufthammer die Regie im Bahnhof übernimmt, fallen die Wände, um einen 65 Quadratmeter großen Raum entstehen zu lassen.

Mit dem Naubau einer größeren Theke und dem Verlegen eines neuen PVC-Fußbodens sowie der Installation einer Beleuchtung wird dann das Café auf Vordermann gebracht. "Im vorderen Teil planen wir einen Billiardtisch, für den übrigen Raum werden wir neue Tische und Stühle anschaffen", erläuterte Wüstefeld-Beermann das weitere Vorgehen.

Der Trägerverein erhofft sich von dem Umbau vor allem eine größere Akzeptanz des Cafés. "Unsere Gäste sollen sich rundum wohlfühlen, wozu der große Raum bestimmt beitragen wird. Bisher war durch die Enge den Besuchern meist ihr Unbehagen an den Gesichtern abzulesen", so Wüstefeld-Beermann.