Presseberichte

Mit dem Frisör auf Du und Du

Veröffentlicht in 2001

Westfälische Nachrichten

 

Mit dem Frisör auf Du und Du

Zivildienstleistender Sven Bung ließ sich vor der Kamera die Haare schneiden

Von Kertin Himmelmann

Münster-Wolbeck.

Die Blondierung ist gelungen, der Nacken sauber angeschnitten. Sven Bung, Zivildienstleistender im Jugendzentrum "Bahnhof Wolbeck" ist zufrieden mit seiner neuen Frisur - auch wenn er sich diesmal nicht in seinem Stamm-Salon die Haare hat schneiden lassen. Für den peppigen Kopfschmuck mit den frechen Strähnen reiste der 20-Jährige eigens bis nach Köln. Aber die lange Anfahrt machte sich bezahlt: Die Trendy-Frisur bezahlte der Kölner Fernsehsender RTL.

"Just for Fun" hatte sich der Zivildienstleistende im Internet für einen Auftritt in der Real-Soap-Opera "Der Frisör" beworben. Eine Woche später kam ein Anruf von dem Kölner Sender. Nach einm einstündigen Gespräch durch die lange Leitung war Sven Bung gecastet - ohne dass ihn die Mitarbeiter des Senders je zu Gesicht bekommen hatten. Eine weitere Woche verging, bis sich die Produktion meldete und den Wolbecker Zivi ins Studio in Köln einlud.

Montags bis Freitags strahlt RTL die halbstündige Sendung jeweils um 17 Uhr aus. Das Konzept ist einfach wie erfolgreich: Menschen wie du und ich lassen sich vor laufender Kamera die Haare waschen, schneiden und föhnen. Dabei plaudern sie mit ihrem Frisör über Nichtigkeiten des Allags.

Die Zuschauer daheim vor den Bildschirmen mögen's offenbar, ihren Nachbarn bei ihrem Frisörbesuch über die Schulter zu schauen - ist das freundliche Palaver mit den schnippelnden Seelsorgern doch ach so vertraut.

Sven Bung zum Beispiel nutzte die Gelegenheit, mit seinem Frisör über die aktuelle Schlagzeile der Boulevardpresse zu diskutieren: "Mann schnarcht - Frau beißt zu". Welch triefsinnigen Gedanken dabei herumgekommen sind, konnten die Fernsehzuschauer bei der Sendung am 21. Februar mitverfolgend. Eine Minute lang räsonierte Sven Bung über nächtliche Ruhestörungen durch unliebsame Geräusche aus dem Nasaltrakt. Wer den Auftritt verpasst hat, kann im Internet nachsehen: Unter www.bahnhof-wolbeck.de ist ein Mitschnitt aus der Fernsehsendung zu sehen.

Sven Bung hat der RTL-Frisör überzeugt: Sobald die Haare nachgewachsen sind, will er sich ein zweites Mal vor laufender Kamera die Strähnchen blondieren lassen.

Massive Werkbank für den Bahnhof

Veröffentlicht in 2001

Westfälische Nachrichten

 

Massive Werkbank für den Bahnhof

Jugendliche packen an

-him-

Münster-Wolbeck.

Die Tage der wackeligen Werkbank aus dem Baumarkt sind gezählt: Im Jugendzentrum "Bahnhof Wolbeck" wird jetzt auf solide Handarbeit gesetzt. Zurzeit wird der Werkraum des Jugendheims komplett erneuert. Auf Initiative des Zivildienstleistenden Sven Bung und Johannes Wüstefeld-Beermann, hauptamtlicher Sozialpädagoge im "Bahnhof Wolbeck" besorgten die Jugendlichen jetzt eine massive Holzplatte, aus der sie eine stabile Werkbank zimmerten.

"Demnächst installieren wir auch noch einen Schweißarbeitsplatz mit Dunstabzugshaube", informiert Sven Bung. Somit sei der Werkraum bestens mit Werkzeug bestückt: Schweißgeräte, Bohrmaschinen, eine Oberfräse und ein Winkelschleifer gehören ebenso ins Sortiment wie Kreis- und Stichsägen. "Wir machen alles, was an Reparaturen im Haus anfällt, selbst", so Sven Bung. Die Theken im Cafe, die Tischplatten und das DJ-Pult - alles sei in Eigenregie entstanden. Der renovierte Werkraum biete zudem ehrenamtlichen Mitarbeitern die Gelegenheit, beispielsweise Boxenablagen für den private Gebrauch anzufertigen.

Der neue Werkraum, der über einen großen Lagerraum auf dem Dachboden des neu errichteten Partyraums verfügt, wird voraussichtlich in zwei Wochen fertig eingerichtet sein.

Urhempel verteilte Brötchen

Veröffentlicht in 2001

Westfälische Nachrichten

 

Urhempel verteilte Brötchen

Nonsens-Konzert der Hotten Hempels im Bahnhof Wolbeck

-kus- Münster-Wolbeck.

Eine wilde Mischung aus Punk, Rock'n'Roll und Kabarett ging am vergangenen Freitag über die Bühne des Jugendzentrums Bahnhof Wolbeck. Die Hotten Hempels gaben ihre Visitenkarte ab und machten von Anfang an klar, dass es ihnen nur um eines ging: Sie wollten jede Menge Spaß. Einen Großteil des rund 150-köpfigen Publikums konnten sie mit dieser Haltung mitreißen und so entwickelte sich ihr 90-minütiger Auftritt zu einer Party.

Mit einfachen, aber kraftvollen Akkorden trieben die Gitarristen Pilo und Arno in Punk-Manier die Band nach vorne. In ihren Texten besangen die beiden Frontmänner Banalitäten des Alltags. Vom Zigarettenholen bis zum Lampenfieber vor dem Auftritt plauderten sie aus dem Nähkästchen. Dass sie dabei in so manche Geschmacklosigkeit abglitten, erhöhte den Mitgröhlfaktor in der kleinen aber bestens gelaunten Fangemeinde. Mit einem satten Rock'n'Roll-Groove unterlegten Schlagzeuger Pogo und Bassist Shorty das Schauspiel.

Kabarettistische Züge nahm der Auftritt immer dann an, wenn die Bühne zusätzlich von Tänzern bevölkert wurde, die auf Baseball- oder Federballschlägern Gitarrensoli nachahmten. Unter ihnen befand sich auch der Urhempel, der mit seiner Horrormaske zwar furchteinflößend wirkte, sich aber als handzahm entpuppte, als er Brötchen ans Publikum verteilte und dabei von dem Refrain "Engel weine nicht / Engel, ich hab noch ein Brötchen für dich" begleitet wurde. Am Ende skurilen Gigs war eines sicher: Die Band und der größte Teil des Publikums hatten jede Menge Spaß.

Am 27. Mai haben Freunde der "Hotten-Totten-Musik" wie die Musiker ihr Schaffen selbst betiteln, wieder Gelegenheit, die Hempels live zu erleben. Um 17.15 Uhr werden sie beim Eurocityfest auf der Bühne am Marienplatz ihren Stilmix präsentieren.

Party-Start im Bahnhof Wolbeck

Veröffentlicht in 2001

Westfälische Nachrichten

 

Party-Start im Bahnhof Wolbeck

Münster-Wolbeck.

Im Bahnhof Wolbeck geht wieder die Post ab: Nach der Sommerpause steigt am Freitag (14. September) ab 20 Uhr eine Eröffnungsparty. Am 5. Oktober präsentiert die Musikschule Wolbeck zwei Bands und einen eigenen DJ. Start ebenfalls um 20 Uhr im Bahnhof.

Bahnhof Wolbeck übt Solidarität

Veröffentlicht in 2001

Westfälische Nachrichten

 

Bahnhof Wolbeck übt Solidarität

Münster-Wolbeck.

Die Eröffnungsveranstaltung des Jugendzentrums "Bahnhof Wolbeck" am gestgrigen Freitag ist den unzähligen Opfern der Terroranschläge gewidmet, teilen die Mitarbeiter des Jugendzentrums mit. "Wir sehen diese erste Jugendparty nach den Sommerferien in erster Linie als Treffpunkt aller Freunde und Besucher des Jugendzentrums, um diese schrecklichen Eindrücke zu verarbeiten. Um unsere Solidarität auch praktisch zu zeigen, wird neben einer Gedenkminute der gesamte Eintritt der Veranstaltung auf das Konto der Spendenaktion "Hilfe für die Retter" eingezahlt", heißt es in einer Pressemitteilung. "Wir sehen diese Aktion als kleinen Beitrag, bei diesem unermesslichen Leid zu helfen", heißt es abschließend.