Presseberichte

"Schnapsjubiläum" im Bahnhof

Veröffentlicht in 2001

Münstersche Zeitung

 

"Schnapsjubiläum" im Bahnhof

Wolbecker Jugendzentrum besteht seit 22 Jahren

Wolbeck.

"Die beiden H-Blocks-Konzerte 1992 und 2000 waren natürlich der absolute Hammer!" Das ist die Antwort Manfred Schoppmeiers auf die Frage nach den Höhepunkten in 22 Jahren "Bahnhof Wolbeck".

Schoppmeier ist einer von drei hauptamtlichen Mitarbeitern, die in dem Wolbecker Jugendzentrum tätig sind, auf dessen Geschichte anlässlich des "Schnapsjubiläums" gestern ein wenig zurückgeblickt wurde.

"Absolute Höhepunkte waren aber auch die Open-Airs, die von 1986 bis 1997 jährlich stattfanden", so Johannes Wüstefeld-Beermann, der schon seit 1979 dabei ist. In jüngster Zeit bestimmten vor allem der Bühnenumbau und die Renovierung des Cafés den Bahnhof. Mit den Arbeiten sind aber alle Mitarbeiter (Astrid Westhoff ist die "Dritte im Bunde") hochzufrieden. Schoppmeier betonte gleichzeitig, dass der Bahnhof ohne die Hilfen der Stadt sowie die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer nicht überleben könnte und dankte ausdrücklich für die Unterstützung. CJW

Weltstars mit Wurzeln in Wolbeck

Veröffentlicht in 2000

Westfälische Nachrichten 25.10.2000

 

H-Blockx überraschen im Bahnhof

 

"Ladys and Gentlemen, the Bahnhof Wolbeck proudly presents: The H-Blockx." Henning Wehland hat die lang ersehnte Ankündigung noch nicht ganz ausgesprochen, da dröhnen schon die ersten Beats aus den Boxen. Der schwarze Vorhang vor der neuen, vergrößerten Bühne des Bahnhofs Wolbeck lüftet sich. Um im Publikum geraten ganze Generationen in Verzückung. Da stehen die Crossover-Könige, leibhaftig, an der Geburtsstätte ihres Erfolges.

Nach zwei Jahren Münster-Abstinenz bereiteten die H-Blockx ihren Ur-Fans eine besondere Freude: Eine Stunde lang spielten die fünf Musiker am Sonntagsabend im Bahnhof Wolbeck - dort, wo vor über 10 Jahren die Erfolgsgeschichte der Band ihren Anfang nahm. Der Gig zur Neueröffnung des Jugendzentrums war bis zur letzten Minute geheim gehalten worden. Ansonsten, so die Befürchtung, hätten die H-Blockx-Fans den Bahnhof überrannt. Manchen im brechend vollen Saal sah man an, dass sie ein paar Jährchen älter geworden waren. Das hielt das Publikum aber nicht davon ab, von der ersten Minute an ihre Helden zu feiern. Synchron, als hätten sie wochenlang in einem "Dance for Fans"- Tanzkursus das gängige Pogen geübt, erreichten die Köpfe aus den vorderen Reihen sprunghaft ungeahnte Höhen. Anstatt aber Westernhagens "Ich bin wieder hier, in meinem Revier" anzustimmen, schrien Henning Wehland und Dave Gappa "Revolution" aus ihren Kehlen. Mit der rechten Faust am Herzen, den Beat von Drummer Steffen Wilmking und Bassist Stefan "Gudze" Hinz im Rücken, erstrahlte Wehland in fast jugendlichem Glanz. Damals brachte er als Schüler des Gymnasiums Wolbeck in der Pause mit Fast-Waschbrettbauch und Skateboard-Stunts noch Herzen zum Hämmern. An diese Zeiten fühlten sich am Sonntag viele der 200 Bahnhofsgäste erinnert - man konnte es an ihren Gesichtern sehen. Schon vor neuen Jahren feierte die Wolbecker Schülerschaft zu "Risin`High" - damals die erste, noch unbekannte Maxi-Single der H-Blockx. Und dann - erst in der Zugabe - kam das Lied, das nicht fehlen durfte. Dave Gappa zückte das Megaphon, und das völlig durchgeschwitzte Publikum, über dessen Köpfen zeitweise sogar FDP-Ratsherr Philipp Götting herumturnte, sammelte noch einmal alle Sprungkräfte. Henning holte Luft für den altbekannten Refrain: "Risin`high, risin`high, let your will fly high!", und der ganze Bahnhof brüllte mit. Der krönende Abschluss eines leider viel zu kurz geartenen Konzerts, mit dem die Wolbecker Weltstars zurück zu den Wurzeln fanden. Zumindest für einen Abend.

 

Katja Cherouny

 

 

Die Renovierungsarbeiten gehen nur schleppend voran

Veröffentlicht in 2000

Münstersche Zeitung

 

Die Renovierungsarbeiten gehen nur schleppend voran

Bahnhof Wolbeck in Nöten - Es fehlen noch 28 000 DM

Wolbeck (TET)

Etwas frustriert wirkte Johannes Wüstefeld-Beermann, Leiter des Jugendzentrums Bahnhof Wolbeck, am Sonntag anlässlich eines Gesprächs mit Politikern aus der Bezirksvertretung Münster-Südost.

Die Renovierungsarbeiten gehen langsamer voran als erhofft - witterungsbedingt rechnen die Verantwortlichen mit einer Wiedereröffnung des Jugendzentrums nicht vor September diesen Jahres.

Schlimmer noch: dem Verein fehlen derzeit 28 000 DM zur Finanzierung der technischen Bühneneinrichtung, die zur Ausrichtung von Konzerten benötigt wird. Die Mittel waren zwar bereits bewilligt worden, sind aber offensichtlich verwaltungstechnisch unter die Räder gekommen. Diesen Eindruck äußerten jedenfalls die Vertreter der Parteien, die am Sonntag vor Ort waren.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende in der BV, Uwe Gebhard, der stellvertretende Bezirksvorsteher Kurt Pölling (SPD), Bezirksvorsteher Markus Lewe (CDU) sowie Monika Schulz und Reiner Borchert (GAL) zeigten sich hinsichtlich einer Bewilligung der fehlenden 28 000 DM zuversichtlich.

"Die SPD wird einen entsprechenden Antrag in die Bezirksvertretung einbringen", versprach Gebhard und hoffte auf die breite Unterstützung aller Fraktionen. Anschließend solle das Anliegen über die Ratsfraktion in die zuständigen städtischen Ausschüsse eingebracht werden.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Projekt angesichts der bislang aufgebrachten Mittel an 28 000 DM scheitert", zeigte sich Gebhard zuversichtlich. Bezirksvorsteher Lewe kündigte an, einen ähnlichen Antrag in seiner Fraktion zu besprechen.

Auch wenn somit Hoffnung auf eine Bewilligung der Restmittel besteht, sieht Wüstefeld-Beermann die finanzielle Situation des Trägervereins nicht besonders rosig. durch die weitere Verzögerung der Neueröffnung geht dem Jugendzentrum, das ursprünglich durch eine Brandstiftung in die Misere geraten ist, Monat für Monat bares Geld verloren.

Die Einrichtung hat sich im Wesentlichen stehts durch die Ausrichtung von Partys finanziert. "Nach der Wiedereröffnung im Herbst kann es eine Zeit dauern, bis der Stein wieder ins Rollen kommt", fürchtet Wüstefeld-Beermann, dass der Bahnhof sich durch die unfreiwillige "Auszeit" weit von seiner Klientel entfernt haben könnte.

Aqua Park und Dünen besucht

Veröffentlicht in 2000

Münstersche Zeitung

 

Freizeit des Jugend-Kulturzentrums "Bahnhof Wolbeck"

Aqua Park und Dünen besucht

Wolbeck.

Zaandvoort an der Nordseeküste war das Ziel einer einwöchigen Ferienfreizeit des Jugend-Kulturzentrums "Bahnhof-Wolbeck".

Insgesamt neun Teilnehmer fuhren mit und erkundeten neben der Dünenlandschaft auch die verschiedenen Städte der Umgebung. Weiterhin standen eine Besuch im Aqua Park sowie Sport und Spiel auf dem Programm. So kam trotz des teilweise schlechten Wetters nie Langeweile auf.

Ansonsten wird im "Bahnhof" weiter fleißig an der Inneneinrichtung des neuen Bühnenausbaus gewerkelt, damit bald auch wieder der Veranstaltungsraum zur Verfügung steht.

Bis zur offiziellen Eröffnung sind es nur noch wenige Wochen, und die Planung für das Herbst- und Winterprogramm läuft auf vollen Touren. Das Café mit Internetcafé ist nach der Sommerpause wie gewohnt dienstags bis donnerstags von 14 bis 22 Uhr geöffnet.

Jugendzentrum im Wolbecker Bahnhof feiert Wiedereröffnung

Veröffentlicht in 2000

Westfälische Nachrichten

 

Jugendzentrum im Wolbecker Bahnhof feiert Wiedereröffnung

Baumaßnahme erfolgreich abgeschlossen / Konzerte in bester Klangqualität

Münster-Wolbeck.

(kus) Auf ein regelrechtes Schmuckkästchen als Veranstaltungsort können sich die Jugendlichen im Süden Münsters freuen. Die Umbauarbeiten im ehemaligen Wolbecker Bahnhof sind abgeschlossen. Das dort ansässige Jugendzentrum öffnet am Sonntag (22. Oktober) mit einem vergrößerten und modernisierten Konzertraum seine Pforten.

Die Neueröffnung ist das Happy End eienr tragischen Geschichte. Im September 1998 wurde auf das über 100 Jahre alte Gebäude ein bis heute nicht aufgeklährter Brandanschlag verübt, bei dem die gesamte Inneneinrichtung zerstört wurde. Das Mitarbeiterteam um den Mitbegründer des Jugendzentrums, Johannes Wüstefeld-Beermann, stand vor dem Nichts. Es lagen zu diesem Zeitpunkt zwar bereits konkrete Planungen für einen Bühnenanbau vor, jedoch gefährdete der durch den Brand verursachte Betriebsausfall die Finanzierung erheblich.

Mit einem enormen finanziellen Kraftakt und großem persönlichen Engagement der Mitarbeiter wurden aber alle Schwierigkeiten gemeistert und sowohl die Brandsanierung als auch die räumliche Vergrößerung durchgeführt. 590 000 Mark steuerte die Stadt Münster als Eigentümer des Hauses bei, 175 000 Mark konnte der Trägerverein des Jugendzentrums aufbringen. Dieser Eigenanteil setzt sich aus Zuschüssen des Jugendamtes, Geldern aus der Brandschutzversicherung und Rücklagen für den Bühnenanbau zusammen. Für die Ausstattung des neuen Bühnenbereiches bewilligte die Bezirksvertretung Süd-Ost einen Zuschuss in Höhe von 25 000 Mark.

Durch den im September 1999 begonnenen Umbau vergrößerte sich der Konzertraum von 62 auf nunmehr 110 Quadratmeter. Die Forderungen des Schallschutzgutachtens wurden weit unterschritten, so dass die Anwohner keine nächtliche Ruhestörungen befürchten müssen. Ein Großteil der Innenarbeiten wurde von den drei fest angestellten Sozialpädagogen - neben Johannes Wüstefeld-Beermann sind auch Hedwig Schwaaf und Manfred Schoppmeier mit je einer halben Stelle im Bahnhof Wolbeck beschäftigt - und einem Team aus etwa zwölf ehrenamtlich arbeitenden Jugendlichen selbst ausgeführt. Seit über zwei Jahren hat der Bahnhof Wolbeck nun keine Veranstaltung mehr erlebt. Das Café in der oberen Etage des Altbaus war während der Zeit zwar geöffnet, lief aber auf Sparflamme, da sich alle zur Verfügung stehenden Kräfte auf die Umbauarbeiten konzentrieren mussten. Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Bis zu 200 Jugendliche können in Zukunft Konzerte in bester Klangqualität erleben. Für die Partys, die im Bahnhof traditionell freitags stattfinden, hofft Wüstefeld-Beermann auf eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen. Für "Stufenpartys" wären die Räumlichkeiten bestens geeignet. Im Zuge des Umbaus erhielt auch die Mädchengruppe einen eigenen Raum.

Zur Eröffnungsfeier am Sonntag um 15 Uhr erwartet Wüstefeld-Beermann Vertreter aus Politik, Verwaltung, sowie Mitarbeiter anderer Jugendzentren und nicht zuletzt interessierte Bürger. Am Abend werden zwei Wolbecker Bands die neue Bühne einer ersten Probe unterziehen. Dieses Konzert ist bereits seit langem ausverkauft.